Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Foto mit Polizei und sogenannten "Spaziergängern"

Viola Strerath - Tom Strerath

WIR SIND MEHR

Gestern hat sich das Breite Bündnis gegen Rechts wieder mit einer laut Polizei 600 Personen starken Menschenkette, die vom Wasserturm bis fast zur Arthur-Fitger-Straße reichte, sichtbar gegen die rechten Netzwerke in den Coronademonstrationen positioniert. Beschimpfungen und Beleidigungen prallten von der Menschenkette unkommentiert ab.
Auf den ersten Blick schien die Anzahl der an dem Demonstrationszug teilnehmenden Menschen deutlich kleiner als am Montag zuvor. Laut Polizei waren es ca. 190 Personen.
Als der Demonstrationszug vorübergezogen war wurde die Kette und somit auch die angemeldete Veranstaltung beendet und aufgelöst

Was dann aber ca. 20 Minuten nach der Auflösung passierte, haben wir so nicht erwartet. 

Mehrere große Gruppen aus insgesamt ca. 250 SpaziergängerInnen kamen aus dem Stadtzentrum an der Straße Delmegarten entlang zum Rathaus, während der eigentliche Demonstrationszug noch auf der Friedrich-Ebert-Allee unterwegs war. Das konnte nur bedeuten, dass die Polizei die Kontrolle über die SpaziergängerInnen bereits von Beginn an verloren hatte. Geschätzt 100 Personen spielten direkt vor dem Rathaus "Hasch mich" mit der Polizei. Diese hatte in völliger Unterzahl große Schwierigkeiten die großen Gruppen, die sich dann völlig unkontrollierbar teilten und wieder zusammenfügten, zu lenken oder an ihrem Spaziergang zu hindern. Im Stadtzentrum konnten, wie auch im Video von Delmenews zu sehen, die SpaziergängerInnen unterdessen völlig ungehindert und maskenlos skandieren und andere StadtbewohnerInnen schikanieren. 

Auch die Herren Lothar Mandalka und Jaroslaw Poljak von der AfD-Stadtratsfraktion wurden spazierend in der Bahnhofstraße gesehen. Der ehemalige AfD- Stadtrat, Holger Lüders, dokumentierte in seinem Youtube-Kanal gut erkennbar eine große Gruppe Menschen, die ohne Masken und “Friede, Freiheit, Selbstbestimmung” rufend durch die Bahnhofstraße in Richtung Stadtmitte zogen.

Es gelang der Polizei, eine kleine Gruppe von Menschen festzusetzen und deren Identität zu überprüfen. Dabei soll eine Personen Widerstand geleistet haben. Des weiteren soll eine Person mit dem Auto auf kontrolloriende BeamtInnen zugefahren sein und zwang diese zu einem Sprung zur Seite.

Dass sich die Strategie der Corona DemonstrantInnen ändern wird, das war in den Telegram Gruppen und auch im Video von Delmenews auf den Graftwiesen erkennbar, dass die Polizei es jedoch bereits auf den Graftwiesen verpasst hat, die Kontrolle über die Spazierenden zu behalten, ist bedenklich.

Bereits seit einer Woche wurde in den Telegram-Gruppen und auch auf Facebook darüber gesprochen, dass man eine Art Sternmarsch plant. Ziel solle der Delmenhorster Marktplatz sein. 

Unsere Politik und auch unsere Polizei muss anfangen, diese Menschen ernst zunehmen.

Andernfalls müssen sie es ertragen, dass ihnen Woche für Woche auf der Nase herum getanzt wird, was eine Peinlichkeit für unsere Demokratie wäre und ein Hohn für jeden Menschen, der unsere Demokratie schätzt und sie immer wieder montags vor dem Rathaus verteidigt.

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung frei kundzutun. Erfolgt dies in Form einer Versammlung oder Demonstration, denn nichts anderes sind diese sogenannten Spaziergänge, hat man sich an Auflagen zu halten. 

Quellen:
▷ POL-DEL: Stadt Delmenhorst: Verlaufsbericht zu Versammlungsgeschehen im Stadtgebiet | Presseportal

Spaziergang am 17.01.2022 in Delmenhorst - YouTube