29. März 2017

Die AfD verfehlt das Thema

Denkmal für Geflüchtete auf der Hotelwiese?

Der Antrag der Delmenhorster AfD auf ein Denkmal für Geflüchtete geht schlicht am Thema vorbei. „Es gibt keine Verbindung zwischen der Hotelwiese und dem Gedenken an Flucht und Vertreibung“, so die Kreissprecherin der Linken in Delmenhorst, Edith Belz. „Der damalige „Kampf“ gegen Jürgen Rieger und ein geplantes Nazihotel hatte damit absolut nichts zu tun“, so Belz weiter.  

Wenn es überhaupt ein Mahnmal oder ähnliches im Zusammenhang mit der Hotelwiese geben sollte, dann um an den Zusammenhalt und den Widerstand zu erinnern.

Allerdings jetzt, mehr als zehn Jahre später, auf die Emotionen und Erinnerungen zu setzen um populistische Anträge zu stellen, ist eine Beleidigung für die Menschen in Delmenhorst.

„Damals bildete sich auch keine ‚Delgida‘ oder ‚Alternative für Delmenhorst‘, um gegen rechtes Gedankengut aufzustehen“, ergänzt Kreissprecher und Direktkandidat Manuel Paschke. Lothar Mandalka, zu der Zeit für die UAD im Stadtrat, hat später die Entscheidung, das Bieterverfahren für die Nachnutzung scheitern zu lassen, maßgeblich mitgetragen und ist damit auch für den Abriss des Hotels mitverantwortlich. Geflüchtete brauchen keine Denkmäler, sie brauchen unsere Unterstützung und Solidarität. Die AfD meint dazu: ‚Aber es ist uns allen klar: Wir können nicht jedem helfen, auch wenn wir es wollten!‘. Dieser Antrag und diese Aussage von einer Fraktion, die in sozialen Netzwerken gegen Geflüchtete hetzt und offenen Rassismus demonstriert, sind der blanke Hohn.