6. Juni 2016

DIE LINKE. Delmenhorst begrüßt die Einführung der Gesundheitskarte für Geflüchtete

„Zugang zu Gesundheitsleistungen für Geflüchtete ohne Diskriminierung und Einschränkungen sind seit
langem eine Forderung der Linken“, so Hartmut Rosch, Kreissprecher der Linken in Delmenhorst.
Dass die Einführung der Gesundheitskarte nun im Sozialausschuss beschlossen wurde, begrüßt DIE LINKE
in Delmenhorst und ist zuversichtlich, dass diese Entscheidung auch von Verwaltungsausschuss und Rat
mitgetragen wird.
„Die Gesundheitskarte bietet die Chance, den unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand einzugrenzen
und damit auch Kosten einzusparen“, so Rosch weiter. „Eine wesentlicher Verbesserung gegenüber dem
jetzigen Verfahren ist aber, dass die Menschen nicht länger diskriminiert werden und von Entscheidungen
unqualifizierter Verwaltungsbeamten abhängig sind.“
So ist es derzeit notwendig, eine Behandlung vorab zu beantragen und bewilligen zu lassen – nicht von
Medizinern sondern von Verwaltungsangestellten. Diese entscheiden darüber, ob eine Behandlung
notwendig ist oder nicht. Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben ohnehin
nur Anspruch auf eingeschränkte Gesundheitsversorgung bei akuten Erkrankungen. „Mit der
Gesundheitskarte ändert sich das zwar nicht, aber vielleicht wird den Asylsuchenden so zumindest eine
menschenwürdige medizinische Versorgung gewährleistet“, so Rosch.